• 27 MAI 19
    DGÄPC-Statistik 2018: Guter Ruf entscheidend bei ästhetisch-plastischen Chirurgen

    Der Ruf und individuelle Beratung sind entscheidend bei der ästhetisch-plastischen Chirurgie

    Immer mehr Patienten vertrauen ihre Schönheit einem Chirurgen an. Dabei spielt es keine Rolle, ob nur ein kleiner Makel beseitigt werden muss oder aber tiefgreifende Eingriffe erfolgen sollen. Neben der Anzahl der Eingriffe steigen aber auch die Bedürfnisse der Patienten nach einer vertrauensvollen Beratung. Der Ruf des Facharztes spielt eine große Rolle bei der Auswahl der geeigneten Praxis.

    Die aktuelle DGÄPC-Statistik 2018 hat erwiesen, dass das Bewusstsein der Patienten für die Qualifikation des behandelten Arztes deutlich gestiegen ist. Allerdings spielt nicht nur der fachliche Aspekt eine große Rolle. Auch die persönlichen Eigenschaften des Arztes werden im Vergleich zu früheren Jahren deutlich höher gewichtet.

    Wer erstellt diese Statistik?

    Die DGÄPC-Statistik wird jedes Jahr erstellt. Mit ihrer Hilfe sollen vor allem Fachärzte eine gute Übersicht über die aktuellen Geschehnisse, die Anforderungen und die Veränderungen innerhalb der ästhetisch-plastischen Chirurgie erhalten. Dabei können diese Experten sich ebenfalls auf eine hohe fachliche Qualifikation verlassen.

    Die DGÄPC ist die Vereinigung für Fachärzte in Deutschland mit den meisten Mitgliedern und gilt als renommierte und zuverlässige Quelle für fachliche Informationen. Durch ein engmaschiges Netz von Kontrollen hat sich die DGÄPC zusätzlich einen herausragenden Ruf im Bereich der Qualitätssicherung erworben. Erklärtes Ziel der Gesellschaft war und ist es, dass die ästhetisch-plastische Chirurgie in Deutschland und auf der ganzen Welt kontinuierlich verbessert wird. Neben zahlreichen fachlichen Aspekten befasst sich die jährlich erscheinende Statistik auch mit den Bedürfnissen und den Anforderungen, welche die Patienten in ihre behandelten Ärzte stellen. Diese Betrachtung ist vor allem für selbständig tätige Fachärzte relevant, und für alle die es noch werden wollen.

    In der DGÄPC-Statistik 2018 hat sich herausgestellt, dass der Trend der Vorjahre fortgesetzt wird. Allerdings deutlich intensiver. Die Patienten legen einen immer größeren Wert auf die fachliche und die persönliche Qualifikation des behandelnden Arztes. Eine ausführliche Beratung gehört für die Patienten als Selbstverständlichkeit dazu. Ebenso ist es gerade in diesem speziellen medizinischen Bereich für den Arzt extrem wichtig einen ausgezeichneten Ruf zu haben.

    Warum ist ein guter Ruf so wichtig?

    Im Gegensatz zu vielen anderen medizinischen Leistungen ist die Arbeit der ästhetisch-plastischen Chirurgie in Deutschland weitestgehend eine freiwillige Leistung gegenüber den Patienten. Das bedeutet im Klartext, dass der Gesetzgeber und die gesetzlichen Krankenkassen nur in ganz seltenen Fällen die Kosten für eine chirurgische Behandlung übernehmen. Der Patient muss die meisten Leistungen selber zahlen. Das wiederum sorgt dafür, dass das Bewusstsein der Patienten für die Kosten und für die Notwendigkeit deutlich gestiegen ist. Der Patient kalkuliert ebenso, wie der Arzt kalkulieren muss und möchte für sein Geld eine hochwertige Leistung bekommen.

    Das bemerken gerade junge Ärzte, die das große Wagnis der Selbständigkeit eingegangen sind. Jeder neue Anfang ist bekanntlich schwer, aber wer gerade erst seine Praxis eröffnet hat und noch keinen Patientenstamm besitzt merkt den fehlenden Ruf doch sehr deutlich. Die logische Konsequenz ist dann natürlich dafür zu sorgen, dass der Ruf schnell besser wird und sich auch weiter verbreitet. Doch dieses Unterfangen ist schwierig. Denn Werbung wird gerade im medizinischen Bereich durch den Gesetzgeber stark erschwert.

    Als Arzt ist man also im Endeffekt auf seine eigenen Fähigkeiten, sowie den Goodwill der Patienten angewiesen. Doch keine Sorge: Zufriedene Patienten empfehlen ihren Arzt in der Regel gerne weiter. Allerdings ist dieses Empfehlungsmanagement am Anfang etwas zähflüssig und hängt stark von der Anzahl der durchgeführten Behandlungen ab.

    Wie kann der Arzt den Spagat zwischen Bedarf und Bedürfnis meistern?

    Da der Gesetzgeber die Leistungen in der Regel nicht übernimmt, muss der behandelnde Arzt deutlich offensiver agieren, um seine Leistungen zum Patienten bringen zu können. Zwar ist die ästhetisch-plastische Chirurgie auch heute so gefragt wie eh und je. Der Bedarf an Leistung steigt sogar kontinuierlich an. Allerdings gilt es immer vor allem den wirklichen Bedarf des Patienten im Blick zu behalten. Qualität bei der Behandlung ist das beste Erfolgsrezept für jede Praxis. Hat man eine Reihe von erfolgreichen Behandlungen durchgeführt und sind die Patienten zufrieden, dann kommt ein guter Ruf quasi von ganz alleine.

    Ein weiteres wichtiges Merkmal für die Patienten ist die Spezialisierung, sowie die Ausstattung der Praxis. Viele Patienten entscheiden sich für einen Arzt nicht, weil er eben einen Facharzttitel hat. Sie hören im Rahmen der Entscheidungsfindung auf ihre Freunde, aber achten genauso auf die Ausstattung der Praxisräume.

    Dabei wird vor allem ein großer Wert auf Vielfältigkeit gelegt. Je mehr an unterschiedlichen Leistungen, oder aber speziellen zusätzlichen Leistungen angeboten wird umso höher auch das Vertrauen der Patienten in den behandelnden Arzt. Erstaunlicherweise spielen hier Komponenten wie der Internetzugriff in der Praxis eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr sind die Patienten auf die Behandlungsmethoden fixiert und wünschen sich hier eine größtmögliche Bandbreite an unterschiedlichen Möglichkeiten.

    Für den Facharzt ist es also wichtig entsprechende Qualifikationen zu erwerben und diese auch zu kommunizieren. Der Bedarf des Patienten muss dabei immer im Vordergrund stehen. Neue Behandlungsmethoden müssen so schnell als möglich in das Konzept der Praxis integriert werden. Sofern diese neuen Methoden erfolgreich und sicher angewandt werden können. Denn Sicherheit und der Mehrwert für den Patienten stehen auch bei der ästhetisch-plastischen Chirurgie immer im Vordergrund.

    Ein guter Ruf ist die wichtigste Einnahmequelle

    Eine erfolgreiche Praxis kann nur betrieben werden, wenn die teilhabenden Ärzte über einen ausgezeichneten Ruf verfügen. Dafür kann viel getan werden, dass wird bei einem Blick auf die aktuelle DGÄPC Statistik 2018 schnell klar. Ein guter Ruf kommt aber nie von selbst, sondern muss vielmehr hart erarbeitet werden. Den steigenden Ansprüchen der Patienten muss man, im Rahmen der Möglichkeiten natürlich, immer Rechnung tragen. Dadurch wird das Einkommen der Praxis sichergestellt. Gleichzeitig werden durch moderne Behandlungsmethoden und eine individuelle Beratung die Eingriffe immer besser durchgeführt.

    Dabei spielt es für viele Patienten eine große Rolle, ob die Eingriffe ambulant oder stationär erfolgen können. Ambulante Eingriffe werden bevorzugt, allerdings gehen Patienten auch gerne in eine stationäre Behandlung, wenn der Erfolg entsprechend garantiert wird. Eine hochwertige und individuelle Beratung ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

    Die Beratung schafft das notwendige Vertrauen in die fachlichen Fähigkeiten des Arztes und sorgt gleichzeitig für eine deutliche Rufsteigerung. Denn gut beratene Patienten sind in den meisten Fällen auch die deutlich zufriedeneren Patienten. Ehrlichkeit, Kompetenz und persönliches Einfühlungsvermögen machen hier den Unterschied aus.