• Haartransplantation – Schönheitsproblem unter Männern?

    HaartransplantationHaarausfall ist als typisches Schönheitsproblem unter Männern weit verbreitet. Schon in jungen Jahren kann sich das Haupthaar lichten. Doch auch Frauen können durchaus in einigen Fällen Haarausfall bekommen. Die gewöhnliche Form des Haarausfalls lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen mit einer Haartransplantation behandeln.

    Im Wesentlichen gibt es zwei etwas unterschiedliche Möglichkeiten, eine Haarverpflanzung vorzunehmen; sie heißen FUT (so genannte Streifentechnik) und FUE (direkte Überführung kleiner Haareinheiten). Das Prinzip beider Methoden ist es, Haare aus einem dichten Areal an eine kahle Stelle zu übertragen.

    Die kleinen Hautstückchen mit den Haarfollikeln werden nach der Übertragung in den allermeisten Fällen gut angenommen. Mit der Haarverpflanzung lassen sich ansprechende, natürlich wirkende Ergebnisse erreichen.

     

    Gründe für eine Haartransplantation

    Eine Haartransplantation kann sich aus ästhetischer Sicht bei der häufigsten Art des Haarausfalls beim Menschen lohnen. Es handelt sich um den so genannten männlichen Haarausfall (Alopecia androgenetica). Zumeist sind, wie der Name sagt, Männer betroffen. Der Haarausfall kann schon im jungen Erwachsenenalter auftreten und fortschreiten. Frauen können tatsächlich aber ebenfalls an dieser Art des Haarausfalls leiden, wobei es sich dann um eine Rarität handelt.

    Die Ursachen liegen in den Genen begründet, aber auch die Hormone (vor allem Testosteron) und das Alter spielen eine Rolle. Ein solcher androgenetischer Haarausfall beginnt mit den so genannten Geheimratsecken, schreitet über die „hohe“ Stirn, den Hinterkopf und den Scheitel fort und führt in ausgedehnten Fällen dazu, dass sich nur noch an der Seite und hinten kranzförmig Haare am Kopf finden.

    Bei einer zu weiten Glatzenbildung kann es jedoch problematisch werden, eine Haartransplantation durchzuführen, da eventuell das vorhandene übertragbare Haar zur erfolgreichen Deckung nicht ausreicht. Eine Haartransplantation ist im Prinzip in jedem Lebensalter möglich.

    Ebenfalls kann eine Haartransplantation bei narbenbedingtem Haarausfall Abhilfe schaffen. Für eine andere Form von Haarausfall, Alopecia areata oder kreisrunder Haarausfall, eignet sich die Haartransplantation dagegen nicht. Diese Erkrankung ist durch rundliche kahle Stellen gekennzeichnet und hängt mit einer Immunreaktion gegen den eigenen Körper zusammen (Autoimmunerkrankung). Wenn die Alopecia areata erfolgreich mit anderen Methoden wie einer Immuntherapie behandelt wurde, können auch die Haare wieder nachwachsen.

     

    Methoden

    Um die Haartransplantation schmerzfrei durchführen zu können, ist eine örtliche Betäubung erforderlich. Es gibt hauptsächlich zwei durchgeführte Methoden der Haartransplantation, die etwas unterschiedlich ablaufen. Verwendet wird Haar aus dem eigenen Körper des Patienten. Eine Verpflanzung von Fremdhaar ist zwar theoretisch möglich, aber nicht sinnvoll. Bereiche, aus denen die Haartransplantate kommen, müssen vor dem Eingriff rasiert werden.

     

    FUT (Follicular Unit Transplantation), auch: Strip-Methode/Streifentechnik

    Bei der Eigenhaartransplantation mittels FUT wird ein Streifen Haut mitsamt intakten Haaren, meist aus dem Hinterkopf, herausgeschnitten. Die Hautränder an der nun bestehenden schmalen offenen Stelle werden vernäht. Der Haut- und Haarstreifen wird in einem Labor vorbehandelt, um eine Transplantation zu ermöglichen. Hierbei werden einzelne Hautstückchen mit Haarfollikeln (follikuläre Einheiten) herausgearbeitet, die danach einzeln in den kahlen Bereich der Kopfhaut eingepflanzt werden können.

    FUE (Follicular Unit Extraction)

    Bei der FUE werden die kleinen Hautteilchen mit Haarbündeln (follikuläre Einheiten) gleich einzeln aus der Kopfhaut des Patienten herausgestochen. Das geschieht mit einer speziell dafür geeigneten Kanüle. Als Ursprungsstelle kann nicht nur die behaarte Kopfhaut, sondern auch eine andere behaarte Körperstelle genutzt werden. An den Hautstellen der Entnahme sind keine Nähte erforderlich, da die entstandenen Wunden sehr klein sind.

     

    Der Vorgang der Einpflanzung

    Sowohl bei der FUT als auch bei der FUE wird die vom Haarausfall betroffene Stelle vorbehandelt. Mit sehr kleinen Schnitten oder feiner Anbohrung der Haut werden die Vertiefungen für die einzelnen Haartransplantate erzeugt, manchmal auch mit dem Laser. Dann werden die Haut- und Haarteilchen mit Hilfe einer Pinzette darin eingesetzt. Sie heilen dann allmählich ein.

    Der Patient geht am selben Tag wieder nach Hause (ambulante Operation). Manchmal sind mehrere, unter Umständen bis zu vier Behandlungstage notwendig.

     

    Welche Risiken gibt es bei einer Haartransplantation?

    Nach dem Eingriff können Schmerzen verspürt werden, sie sind meist nur leicht. Aus den Wunden sind Blutungen möglich. Auch kann es dort zu Wundheilungsstörungen oder zu Infektionen kommen. Eine mögliche Narbe nach der FUT (Streifentechnik) kann zwar unter Umständen groß werden, liegt aber in einer behaarten Region und kann somit einfach kaschiert werden.

    Die anderen Wunden bei der Haartransplantation sind ohnehin sehr klein, so dass auch mögliche entstehende Narben normalerweise winzig sind. In Ausnahmefällen können sie dennoch auffällig werden. Es ist möglich, dass die übertragenen Hautstückchen vom Gewebe nicht angenommen werden und die Haare an den transplantierten Stellen nicht weiterwachsen. Daher kann nicht garantiert werden, dass sich immer ein schöner Befund zeigt.

     

    Nachsorge

    Der Patient muss dafür sorgen, dass die Haartransplantate vernünftig einheilen können, und deshalb für etwa sechs Wochen auf Sport verzichten. Die Sonne sollte ebenfalls nicht aufgesucht werden. Als Schutz kann eine lockere Kopfbedeckung getragen werden, die gleichzeitig die nach dem Eingriff verschorfte Kopfhaut verdeckt. Auch auf Aktivitäten wie Schwimmen oder Saunabesuche sollte erst einmal verzichtet werden. Haare schneiden ist zwei Wochen nach dem Eingriff zum ersten Mal wieder möglich, Haare färben allerfrühestens nach vier Wochen.

    Preisliste

    LeistungPreisspanneDurchschnittspreis
    Eigenhaartransplantation1.250,00 € - 15.000,00 €8.125,00 €
    Haartransplantation1.250,00 € - 15.000,00 €8.125,00 €

     

    Fachärzte für Haartransplantationen

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    Dr. med. Pejman Boorboor
    Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
    30655 Hannover

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    Dr. Götz Senska
    Facharzt für HNO-Heilkunde
    45886 Gelsenkirchen

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    45886 Gelsenkirchen
     

    Forum Klinik
    50670 Köln

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    Dr. med. Winfried Hohenhorst
    Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
    45131 Essen

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    • Ohrenkorrektur
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    45131 Essen
     

    Dr. med. Katja Hohmann-Bauch
    Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
    04107 Leipzig

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