• Methoden gegen Hyperhidrose: Nie wieder Probleme mit übermäßigem Schwitzen

    Das Schwitzen hat für den Körper eine lebensnotwendige Funktion. Nur durch den Schweiß kann der Organismus, seine Temperatur regulieren, indem durch die Verdunstung auf der Haut eine Abkühlung des Körpers erreicht wird. Circa ein bis zwei Prozent der Bundesbürger leiden unter einer krankheitsbedingten Störung dieses natürlichen Regulationssystems. Bei der sogenannten Hyperhidrose wird unkontrolliert und übermäßig viel Schweiz produziert – unabhängig von der Temperatur. Hauptsächlich tritt die Erkrankung an Handflächen, Fußsohlen, Achselhöhlen oder am Kopf auf. Eine Hyperhidrose wird dann diagnostiziert, wenn an einer Achselhöhle innerhalb von fünf Minuten mindestens 100 Milligramm Schweiß austreten.

    Dabei kann die Krankheit angeboren sein oder infolge von Krankheiten auftreten. Durch einen Arzt sollte abgeklärt werden, ob möglicherweise eine hormonelle Störung, eine Schilddrüsenfunktion oder ein anderes medizinisches Problem hinter der übermäßigen Schweißproduktion steckt. Mit der Hyperhidrose entstehen erhebliche Beeinträchtigungen im Alltag – bis hin zu psychischen Problemen, die in einer kompletten Isolation des Betroffenen von seinem sozialen Umfeld enden können. Bei einer Sonderform, der Bromhidrose, geht die übermäßige Schweißproduktion mit einem üblen Geruch einher.

    Um dem Schwitzen beizukommen, gibt es unterschiedliche medizinische Behandlungsmethoden.

     

    Behandlung der Hyperhidrose

    Zunächst kann versucht werden, mit einem hochkonzentrierten Aluminiumchlorid-Deo aus der Apotheke eine Minderung herbeizuführen. Die enthaltenen Salze dringen in die Schweißkanäle ein, verbinden sich mit den dortigen Keratinen und verstopfen die Ausgänge. Auch urotropinhaltige Salben verschließen die Schweißdrüsen. Ziel ist eine dauerhafte Rückbildung der Schweißdrüsen.

    Die Iontophorese führt nur bei einigen Patienten zu guten Ergebnissen, andere bemerken keine Wirkung. Hierbei werden die Hände oder Füße in zwei mit Wasser gefüllte Wannen gelegt. Ein elektrischer Leiter sorgt für einen Stromfluss, der das Maß an freigesetztem Schweiß begrenzt. Für viele Betroffene ist diese Behandlung allerdings mit Schmerzen verbunden.

    Wesentlich erfolgversprechender ist hingegen die chemische Enervierung (einer Ausschaltung der Verbindung zwischen Nerv und dem dazugehörigen Organ) mittels Botulinumtoxin (Botox) im Bereich der Achselhöhlen. Dieses starke Nervengift wird extrem verdünnt in die Haut gespritzt. Dadurch wird die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin, der für die Schweißbildung verantwortlich ist, gehemmt. Allerdings ist diese Behandlung nur von temporärer Dauer. Nach ungefähr sechs bis zwölf Monaten lässt die Wirkung nach.

    Auch chirurgische Eingriffe sind möglich, um die Hyperhidrose zu bekämpfen. Bei der Kürettage werden die Schweißdrüsen im Achselbereich unter örtlicher Betäubung ähnlich einer Liposuktion mit einer feinen Kanüle abgesaugt. Nach einigen Jahren können allerdings die Nervenenden die verbliebenen Schweißdrüsen erreichen und die Schweißproduktion wieder aufnehmen. Die Erfolgsquote liegt bei 70 bis 80 Prozent.

    Nur in Ausnahmefällen wird die endoskopische transthorakale Sympathektomie (ETS) durchgeführt, da sie mit großen Nebenwirkungen verbinden sein kann. Bei der ETS werden nahe der Brustwirbelsäule mittels Hochfrequenzstrom Nerven durchtrennt, die für die Schweißproduktion zuständig sind.

     

    Ergebnisse

    Je nach Methode ist die Schweißproduktion temporär beziehungsweise dauerhaft gehemmt. Mit Botox kann lediglich mit einem zufriedenstellenden Ergebnis für sechs bis zwölf Monate gerechnet werden. Bei der Kürettage wird eine permanente Einstellung der Schweißproduktion des entsprechenden Areals erreicht.

     

    Medizinische Risiken

    Bei der Behandlung mit Aluminiumchlorid-Deos können starker Juckreiz und starke Hautirritationen vor allem bei sensibler Haut auftreten. Durch die Botox-Methode entstehen ebenfalls nur geringe Nebenwirkungen. Zu ihnen zählen kleinste oberflächliche Blutergüsse und Rötungen an der Einspritzstelle, die allerdings nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

    Die ETS kann mit einem Pneumothorax (einer Luftansammlung neben der Lunge, die im schlimmsten Fall zum Tod führen kann), dem Horner-Syndrom (einer Nervenschädigung, die das Auge betrifft) oder kompensatorischem Schwitzen einhergehen. Bei der Behandlung von Schweißfüßen mittels ETS kann eine Impotenz beim Mann auftreten.

     

    Kosten für eine Behandlung von Hyperhidrose

    Die Kosten für eine Behandlung der Hyperhidrose hängen hauptsächlich von der Methode, dem betroffenen Körperareal und dem damit verbundenen Materialaufwand ab. Bei der Botox-Behandlung liegt die Preisspanne zwischen 600 und 850 Euro. Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Die Gerätschaften für die Iontophorese können bei manchen Dermatologen, Herstellern oder Sanitätshäusern ausgeliehen werden. Die Kosten hierfür übernehmen die Versicherer. Für eine Schweißdrüsenkürettage müssen etwa 2.000 Euro gezahlt werden.

    Private Krankenkassen übernehmen die Kosten meist, bei gesetzlichen Kassen wird im jeweiligen Einzelfall entschieden. Die ETS wird ebenfalls oft von den gesetzlichen Versicherern übernommen. Aufgrund des aufwendigen Eingriffs sollten die Kosten, die bei circa 2.000 Euro beginnen, im Vorgespräch mit dem Arzt geklärt werden, wie auch eine mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

     

    Preise

    LeistungPreisspanneDurchschnittspreis
    Hyperhidrose Behandlung mit Botox600,00 € - 850,00 €725,00 €

    Fachärzte für die Behandlung der Hyperhidrose

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    Dr. med. Pejman Boorboor
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    Dr. Götz Senska
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    Dr. med. Gabriele Radu
    Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
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    Prof. Dr. med. Eva-Maria Kokoschka
    Fachärztin für Dermatologie
    1130 Wien

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